Unsere Serviceleistungen:
|
Auf solide Kundenberatung legen wir besonderen Wert. Qualitativ hochwertige Ware namhafter Hersteller zum fairen Preis. Tel. 06332-18608 |
|
In unserer ca. 200 Quadratmeter großen Montagehalle stehen uns modern ausgestattete Montageplätze zur Verfügung. Lange Wartezeiten für unsere Kunden gibt es folglich nicht. |
|
Sie haben keinen Platz für Ihre Sommer- / Winter-Räder? Kein Problem. Wir lagern Ihre Kompletträder kostengünstig. |
|
Power Air Reifengas, die Luft der Formel 1. Bei uns nur: Pkw 2,50 € und Motorrad 2,00 € pro Rad |
|
Wir führen Reifenreparaturen aller Art durch. |
|
Rad-Reifen-Tuning mit TÜV-Eintrag |
In unserem Reifen-ABC finden Sie zahlreiche technische Erläuterungen rund um
das Thema Reifen.
Inhalt:
-Reifenkennzeichnung
-Auswuchten
-Reifengröße
-Umrüstung
-Profiltiefe
-Geschwindigkeitsindex / Speed Index
-Fabrikatsbindung
-Mischbereifung
-M+S Reifen
-Reifenschäden / Reparatur
-Regroovable
-Reinforced
-Ganzjahresreifen
Reifenkennzeichnung:
Erklärt am Beispiel 205/55R16 W
| 205 | Reifenbreite in mm |
| 55 | Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent |
| R | Code für die Reifenbauart (R = Radialreifen) |
| 16 | Felgendurchmesser in Zoll |
| W | Symbol für zulässige Höchstgeschwindigkeit (V = bis 240 km/h, W = bis 270 km/h, ZR innerhalb der Größenbezeichnung = über 240 km/h) |
Auswuchten:
Das Auswuchten ist notwendig, um unterschiedliche Gewichtsverteilung und
Materialengenauigkeiten auszugleichen.
Im Fahrbetrieb macht sich die Unwucht durch Trampel oder Flattererscheinungen
bemerkbar. Das heißt das Lenkrad beginnt bei höherem Tempo zu zittern. In der
Regel tritt dieses Zittern nur in einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich auf,
wie z.B. bei 80-90 km/h und verschwindet wieder bei niedrigerer und höherer
Geschwindigkeit. Solche Unwuchterscheinungen können mit der Zeit zu Schäden an
Achsgelenken, Lenkgetriebe, Stoßdämpfern und den Radlagern führen. Die Räder
grundsätzlich alle 20000 km oder nach der Winter bzw. Sommer -Lagerung
auswuchten lassen, da sich durch Abnutzung im Betrieb, oder durch falsche
Lagerung die Gewichts- und Materialverteilung am Reifen ändert.
Reifengröße:
Die zulässigen Reifengrößen finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein oder -brief
unter Punkt 20 bis 23.

Zusätzlich können unter Punkt 33 noch weitere Reifengrößen sowie spezielle
Auflagen vermerkt sein.
Umrüstung:
Sollte die gewünschte Reifengröße in Ihrem Fahrzeugschein/-brief vermerkt
sein, können Sie den Reifen bedenkenlos fahren. Sollte dies nicht der Fall
sein, dürfen Reifengrößen und Felgen nur nach Ausstellung einer
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Fahrzeugherstellers bzw. einer technischen Prüfung
durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen und daraufhin ausgestellter
Anbaugenehmigung verwendet werden. In jedem Fall sind bei der Reifenzuordnung
die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges sowie Auflagen und
Hinweise des TÜV, des Fahrzeug-, Rad- und Reifenherstellers zu beachten.
Profiltiefe:
Besonders bei Nässe zeigt sich, was ein Profil noch wert ist. Die
Aufschwimmgeschwindigkeit, das Einsetzen von Quer- und Längsaquaplaning sowie
die Bremswege bei Nässe hängen ganz entscheidend von der Profiltiefe ab. Der
Gesetzgeber hat hier "schlappe" 1,6mm als Mindestwert festgelegt. Dass
das in unseren Augen nicht reicht, beweisen folgende Zahlen:
Ein neuer Reifen mit 8mm nimmt 100% Wasser auf, hat also maximale
Aquaplaningsicherheit.
| Profiltiefe | Wasseraufnahme |
| 8mm | 100% |
| 3mm | 30% |
| 1,6mm | 13,8% |
| 1mm | 7,6% |
Stärker als der Gesetzgeber tragen diesen verminderten Werten die
Versicherungen Rechnung. Wir empfehlen deshalb rechtzeitig die Reifen zu
wechseln, da Ihnen im Falle eines Unfalles ansonsten versicherungsrechtliche
Probleme erwachsen können.
Geschwindigkeitsindex / Speed Index:
Die Kennzeichnung auf der Flanke jedes Reifens enthält unter anderem auch einen
Buchstaben, der Aufschluss gibt über die zulässige Höchstgeschwindigkeit, für
die dieser Reifen geeignet ist. Beispiel: 195/65 R 15 H — das H steht für
"bis 210 km/h".
Am häufigsten findet man im Pkw-Reifensegment die folgenden Buchstaben für den
Speed-Index:
| Q=160km/h |
| R=170km/h |
| S=180km/h |
| T=190km/h |
| H=210km/h |
| V=240km/h |
| Z=über 240km/h |
| W=270km/h |
| Y=300km/h |
Welche Reifen für Ihr Fahrzeug zugelassen sind, steht im Fahrzeugschein.
Fabrikatsbindung:
Bis Februar 2000 waren in vielen Kfz-Scheinen neben den zugelassenen
Rad-/Reifenkombinationen auch klare Vorgaben über die zu verwendenden Marken
festgelegt, d.h. Autofahrer und auch Reifenhandel waren gezwungen bestimmte
Reifenfabrikate zu montieren, auch wenn es vielleicht in der gleichen Dimension
und Güte bessere oder preiswertere Modelle gegeben hätte.
Diese sogenannte Fabrikatsbindung wurde vom Bundesverkehrsministerium
aufgehoben. Durch diese Aufhebung haben die im Fahrzeugschein ggf. enthaltenen
Eintragungen keine direkte Rechtswirksamkeit mehr, sie sind nur noch als
Empfehlung anzusehen.
Dies bedeutet aber auch mehr Verantwortung für den -Fahrzeughalter/führer gemäß
Straßenverkehrszulassungs-Ordnung. Danach ist er verpflichtet, für den
verkehrssicheren Zustand des Fahrzeuges zu sorgen und somit auch verantwortlich
dafür, dass bei der Verwendung von Reifen unter Beachtung der im Fahrzeugschein
angegebenen Größenbezeichnungen keine Sicherheitsprobleme entstehen.
Nur im Hochgeschwindigkeitsbereich sollte man sich weiterhin an die im
Fahrzeugschein eingetragenen Fabrikatsempfehlungen halten. Dieser
Hochgeschwindigkeitsbereich beginnt beim Geschwindigkeitsindex V und betrifft
besonders W-, Y- und ZR-Reifen.
Auch bei für den Straßenverkehr zugelassenen Sportautos, wie z.B. Porsche,
Ferrari oder Corvette, wird empfohlen, den Eintragungen in den Fahrzeugpapieren
bzw. den Empfehlungen der Automobilhersteller unbedingt Folge zu leisten.
Mischbereifung:
Streng genommen ist nach dem Gesetzestext der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung
(StVZO, § 36) nur die Montage von Reifen unterschiedlicher Bauart zulässig,
sprich: Radial- und Diagonalreifen dürfen nicht an einem Fahrzeug zum Einsatz
kommen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff "Mischbereifung" aber
auch verwendet, wenn man an die gleichzeitige Montage von Sommer- und
Winterreifen denkt oder an die Verwendung unterschiedlicher Profile, Reifengrößen,
Fabrikate etc. Gänzlich verboten ist hiervon die Montage unterschiedlicher
Reifengrößen — Ausnahme: Montage des Notrades im Pannenfall zur Fahrt in die
Werkstatt. Eine weitere Ausnahme gibt es bei einigen Sportwagenmodellen, hier
ist aber ausdrücklich im Kfz-Schein vermerkt, dass vorne und hinten
unterschiedlich große Reifen zu verwenden sind.
Auch wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, empfehlen Reifenexperten und
Fahrzeughersteller, ausschließlich Reifen gleichen Fabrikats und gleicher
Profilausführung zu verwenden.
Besonders gravierende Änderungen im Fahrverhalten können auftreten, wenn
gleichzeitig Sommer- und Winterreifen montiert werden. Die jeweiligen Stärken
dieser Reifen sind für die besonderen Einsatzbedingungen ausgelegt. Je nach
Fahrbahnzustand und Einsatzbedingungen kommt es bei gemischtem Einsatz dann vor,
dass die eine Reifensorte noch sicher greift, während die andere ihr Limit an
Haftfähigkeit erreicht oder gar schon überschritten hat. Auf winterlich
glatter Fahrbahn bricht die mit Sommerreifen bestückte Achse zwangsläufig früher
aus und blockiert beim Bremsen sofort.
M+S Reifen
Die rechtzeitige Umrüstung von Sommer- auf Winterreifen sollte für jeden
Autofahrer selbstverständlich sein. Rechtzeitig heißt: Vor dem ersten Schnee!
Moderne Winterreifen sind nämlich so konzipiert, dass sie nicht nur problemlose
Fahrten bei Reifglätte und Schnee ermöglichen, sondern ihre besonderen
Eigenschaften bereits bei Temperaturen ab 7° C zum Tragen kommen. Sommerreifen
verlieren aufgrund ihrer Gummimischung bei niedrigen Temperaturen an Grip und
Haftung, längere Bremswege sind die Folge — auch auf trockenen oder nassen
Straßenbelägen. Die Bremswege auf Schnee sind mit Winterreifen bis zu 20
Prozent kürzer als mit Sommerreifen. Bei Breitreifen setzt dieser Effekt sogar
schon bei 10° C ein. Übrigens helfen da auch ABS, ESP oder TCS nicht, denn sie
stellen lediglich elektronische Helfer dar. Winterreifen ersetzen sie nicht.
Wichtig ist allerdings, dass die Winterreifen über eine ausreichende
Profiltiefe verfügen. Liegt diese bei unter 4 mm, steigt die Aquaplaninggefahr
deutlich an, die Traktions- und Bremskraftübertragung nehmen deutlich ab, die
Fahreigenschaften erreichen nur noch Sommerreifenniveau.
Autofahrer, die aufs Geld achten, sollten darüber hinaus bedenken, dass viele
Versicherungen die vollständige Haftung im Schadenfall bei falscher
Saison-Bereifung ablehnen. Ein Unfall bei winterlichen Straßenverhältnissen
bedeutet dann nicht nur Ärger, sondern kann auch empfindlich ins Geld gehen!
Für die Montage der Winterreifen sind folgende Regeln wichtig:
|
Den richtigen Luftdruck für Winterreifen finden Sie in der Bedienungsanleitung
des Fahrzeugs. Früher gab es Luftdruckzuschläge für Winterreifen, man sprach
von einer Druckerhöhung um 0,2 bis 0,3 bar gegenüber den größengleichen
Sommerreifen. Dies gilt heute nicht mehr! Bei den heutigen modernen, teilweise
"schnellen" Winterreifen bis zu 240 km/h ist es erforderlich, die
volle Aufstandsfläche des Reifens zu nutzen. Dies um auch die wesentlich
verbesserten Trocken- und Nassfahreigenschaften der modernen Winterreifen auf
die Straße zu übertragen.
Reifenschäden / Reparatur:
Moderne Reifen sind zwar sehr belastbar, aber natürlich nicht gegen im Gebrauch
zugefügte Beschädigungen gefeit. Die Zahl der Autounfälle, die ursächlich
auf technische Schäden und Wartungsmängel an der Bereifung zurückzuführen
sind, ist noch immer hoch. Im Jahr 1999 starben 37 Personen und 2.405 wurden
verletzt, weil Reifenschäden zu einem "schwerwiegenden Unfall" mit
einem Kraftfahrzeug geführt hatten.
Die Ursachen der häufigsten Defekte:
|
Viele Beschädigungen sind mit bloßem Auge auch für den Laien
zu erkennen. Machen Sie sich deshalb die Mähe und sehen Sie sich Ihre Reifen
von Zeit zu Zeit genau an. Verdächtige Zeichen sind Schnitte, Risse, Beulen
oder herausgebrochene Profilstücke. Natürlich auch eingedrungene Fremdkörper
wie z.B. Nägel. Sehr häufig stellt man unregelmäßige Abnutzungen der Laufflächen
fest. Die Ursachen hierfür liegen meist beim Fahrwerk oder bei der Lenkung.
Aber auch die Bremsen oder eine Unwucht des Rades können eine solche
Erscheinung auslösen. Stellen Sie irgendwelche Beschädigungen oder
Besonderheiten an Ihren Reifen fest, sollten Sie sofort das Ersatzrad montieren.
Bei einigen Reifenschäden ist eine Reparatur möglich und spart somit Geld und
Ressourcen. Doch es lässt sich nicht pauschal sagen, welche Verletzungen
reparabel sind, ohne Abstriche bei der Sicherheit des Fahrzeugs machen zu müssen.
Häufig ist aber ein Austausch des defekten Reifens unumgänglich.
Regroovable:
Ist auf einer Reifenflanke der Begriff "regroovable" einvulkanisiert,
so bedeutet dies, dass der Reifen nachgeschnitten werden kann. D.h. die
Profilrillen können bis zum Profilgrund vertieft werden. Auf Pkw-Reifen wird
man dieses Wort nicht entdecken können, denn der Gebrauch nachgeschnittener
Pkw- und Zweiradreifen ist gesetzlich untersagt.
Für Nutzfahrzeugreifen hingegen kann das professionelle Nachschneiden der
Profilrillen eine deutliche Verlängerung des Reifenlebens bedeuten. Die
Reifenhersteller haben dies bei der Konstruktion der Reifen berücksichtigt, und
das Nachschneiden der Profile durch den Fachmann ist nur nach ihren Anweisungen
zulässig.
Reinforced:
Pkw-Reifen mit dieser Bezeichnung sind verstärkt, d.h. sie sind Produkte für
Kombis oder Vans mit höherer Tragfähigkeit als normale Reifen. Gleiches gilt für
die Aufschrift "XL — Extra Load" (auch bei V-Winterreifen).
Welche Reifen für Ihr Fahrzeug zugelassen sind, steht im Fahrzeugschein.
Ganzjahresreifen:
Im Pkw-Bereich werden neben den Sommer- und Winterreifen auch sogenannte
Allwetter- oder Ganzjahresreifen angeboten. Namen wie "Allweather"
oder "All Season" deuten an, was auch ein spezielles Zeichen auf der
Reifenflanke deutlich macht: Schneeflocke, Blatt, Sonne und Regentropfen
symbolisieren die unterschiedlichen Witterungsbedingungen, für die der
Ganzjahresreifen geeignet ist.
Natürlich stellen diese Reifen einen Kompromiss dar, sie erreichen nicht das
hohe Niveau an Fahreigenschaften bei Wärme und Trockenheit bzw. Kälte und
Schnee wie die jeweiligen Spezialisten. Besonders für Autofahrer, die im
Flachland leben und ihr Auto bei ganz extremen Witterungsverhältnissen auch
einmal stehen lassen können, sind Ganzjahresreifen eine mögliche Alternative.